Sunday, 26. october 2008
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17:53
Sorry wegen der verspäteten Einlieferung, Kinostart war am 23.10.08
Die Story:
1936 in Deutschland. Das Jahr der Olympischen Spiele in Berlin. Die sollen, nach Wunsch der politischen Führung, natürlich so erfolgreich wie möglich für die deutschen Sportler sein.
Im Rahmen der Spiele, hat sich die NS-Spitze noch eine besondere Herausvorderung ausgedacht. Die Besteigung der gefürchteten "Eiger Nordwand", die aufgrund ihrer vielen Steinschläge, Lawinen und
ihrem wechselndem Wetter bisher noch nicht bezwungen wurde. Viele Bergsteiger haben den Versuch, sie zu bezwingen, schon mit dem Leben bezahlt und das brachte dem Berg den Spitznamen "Mordwand"
ein.
Also wird die Erstbesteigung der Nordwand, kurzerhand zu einer olympischen Disziplin erklärt.
Eine Berliner Zeitung beschließt, den Berg zu beobachten um als erste über eine mögliche Erstbesteigung zu berichten. Am liebsten natürlich durch eine deutsche Seilschaft, die aus den beiden
Soldaten Toni Kurz (Benno Fürmann) und Andi Hinterstoisser (Florian Lukas) bestehen könnte. Diese beiden haben schon einige Berge erklettert und eignen sich auch als "arische Berghelden".
Toni ist im Gegensatz zu Andi, zu Beginn nicht sehr begeistert von der Idee, wird aber von seiner ehemaligen Freundin Luise (Johanna Wokalek) die als Volontärin bei der Zeitung arbeitet,
überredet.
Als die beiden an der Wand ankommen, stellen sie fest das auch eine italienische, eine französische und eine östereichische Seilschaft an der Wand versuchen wollen.
Nach einigen Tagen am Fuß des Berges, entscheiden sich aber nur die Deutschen und die Österreicher zu starten.
Es startet ein Wettlauf zum Gipfel, zwischen den Deutschen und den Österreichern Willy Angerer (Simon Schwarz) und Edi Rainer (Georg Friedrich), der erst durch einen Unfall von Willy und einem
extremen Schneesturm gestoppt wird.
Man entscheidet sich für einen Abbruch der Besteigung, um Willy zurück zu bringen. Doch das ist nicht so einfach wie gedacht...
Meine Meinung:
Ich habe auf alles mögliche gehofft, aber Nordwand war nicht dabei! Ich dachte mir das dieser Film ein schlechter Film sein MUß, denn ein Film über Nazis die auf einen Berg steigen und am Ende als
große Helden des Reiches dastehen, kann nichts sein!
Vielleicht hätte ich mich im vorhinein mal etwas mit der Story auseinandersetzen sollen, dann hätte ich gewußt das es eben nicht so ist.
Dieser Film bietet das Gegenteil von dem was ich erwartet habe. Natürlich sind die Nationalsozialisten dabei, die sich auf einen weiteren Sieg des Reiches freuen würden aber wenn die nicht dabei
währen, würde es einen Film der in dieser Zeit spielt auch recht unrealistisch dastehen lassen.
Primär wurde aber bei diesem Film das Augenmerk auf die beiden Kletterer gelegt, die zwar bei den Gebirgsjägern stationiert sind aber auch nur um klettern zu können. Ein überzeugter Nazi würde
sonst wohl kaum, wiederholt, den Zapfenstreich beim klettern verpassen um dann zum Latrinen putzen verdonnert zu werden und ein "Heil Hitler Gruß" mit einem Servus beantworten.
Die Kullisse des Filmes war sehr beklemmend und unwirklich. Alleine der Gedanke daran, einen solchen Aufstieg zu wagen, macht mir eine Gänsehaut. Die Szenen in der Wand wurden durch das Wetter noch
unheimlicher und die schauspielerischen Leistungen der Darsteller taten ihr übriges um aus dem Film, den ich normalerweise garnicht sehen wollte, einen spannenden und mitreißenden Film zu
machen.
Respekt vor eben diesen Leistungen und den gewaltigen Bildern die der Regiesseur Philipp Stölzl, der bisher hauptsächlich Werbeclips (Tic-Tac,E-Plus,Playstation) und Musikvideos
(Rammstein,Pavarotti,Westernhagen) gedreht hat, zu einer Einheit verbunden hat die keinerlei "Längen" hat.
Mehr von solchen Filmen würde dem deutschen Film gut tun und dabei helfen das nicht nur Komödien von Bully und Filme von Till Schweiger Erfolg haben.
Meine Note:
2-